Schimmelpilzsanierung

Schimmelpilze sind ein Bestandteil unserer natürlichen Umwelt.
Sie kommen in der Natur ebenso vor wie in Innenräumen.
Eine natürliche Sporenbelastung in Wohnräumen ist
nicht zu verhindern, da die luftgetragenen Pilzsporen schon
durch die normale Fensterlüftung in die Wohnung gelangen.
Untersuchungen des Max-Planck-Institutes für Chemie und
der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz zeigen, dass
sich in einem Kubikmeter Außenluft 1.000 bis 10.000 Pilzsporen befinden,
von denen ein Teil allein durch die Atmung
in den menschlichen Organismus gelangt.
Allein über die Atmung „an der frischen Luft“ besteht also
die Möglichkeit, potenzielle Krankheitserreger – wie z. B.
Schimmelpilzsporen – aufzunehmen. Kommt dann noch
eine Innenraumbelastung durch Schimmelpilzwachstum
und zusätzliche Sporenbildung hinzu, können diverse gesundheitliche
Beeinträchtigungen auftreten.

Ist ein Schimmelbefall in Innenräumen vorhanden, sollte
dieser schnellstmöglich beseitigt werden. Ebenso ist die
Ursache zu ermitteln und abzustellen. Abgesehen von
einem Befall kleineren Umfangs (nur oberflächlicher Befall,
< 0,5 m²) sollten die Sanierungsarbeiten von Fachfirmen
ausgeführt werden.

Schimmelentfernung

Sobald der erste Schimmel entdeckt wird, ist der Schrei groß. Doch Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Je nach Befall und Belastungsgrad werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Gibt es nur eine kleine Fläche von schwarzen Schimmel oder eine große befallene Stelle? Die Frage nach dem richtigen Schimmelentferner ist da groß. Wichtig ist, nicht jeder Schimmelentferner hilft in jeder Situationen. Sollten Sie unsicher sein, kontaktieren Sie lieber einen Fachmann, der sich mit der Schimmelentfernung auskennt.

Schimmelentfernung mit einem Luftentfeuchter

Meist wird als Erstes ein sogenannter Luftentfeuchter oder Schimmelentfeuchter eingesetzt. Schimmel tritt oft dann auf, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Raum besteht. Ein Entfeuchter kann dagegen wirken und so die Feuchtigkeit aus der Luft entziehen. Natürlich kann ein bereits vorhandener Schimmel an den Wänden nicht entfernt werden, aber als Vorsorge oder nach einer Schimmelsanierung kann ein Luftentfeuchter weiterhelfen. Sollten Sie nicht wissen, ob die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Raum zu hoch ist, dann empfiehlt es sich ein Luftfeuchtigkeitsmesser zu erwerben.

Schimmelentfernung ohne starke Chemikalien

Personen, die unter einer Vorerkrankung leiden oder Allergien besitzen, kann ein Schimmelbefall gesundheitsgefährdend sein. Auch bei der Wahl des Schimmelmittels kann es dazu führen, dass die Symptome deutlich schlimmer werden. Es gibt sogenannte Schimmelentfernung Sets, die als Basis angesehen werden können, dass Sie ohne gesundheitliches Risiko nutzen können. Hierbei lassen sich Schimmelpilze von Wänden, Tapeten oder anderen Oberflächen beseitigen.

Schimmelsporen sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Entfernen Sie daher nur den Schimmel, kann die Gefahr bestehen, dass noch immer große Mengen an Sporen und begleitende Stoffen in der Luft sind und Sie sich diesen aussetzen. Daher gilt bei der Entfernung, dass auch Sie sich ausreichend schützen. Verwenden Sie eine Schutzbrille, Atemmaske, Handschuhe und einen Overall.

Schimmelentfernung für den Privatgebrauch

Finden sich nur kleine Flächen an Schimmel an Wänden oder Tapeten, können Sie selbst diesen entfernen. Vorab gilt es jedoch ein Materialtest durchzuführen. Bevor Sie nun loslegen, testen Sie auf einer kleinen Stelle, ob dabei nicht Verfärbungen, oder ein Ausbleichen durch den Schimmelentferner auftreten. Die sogenannten Schimmel-Ex werden immer nur bei durchgelüfteten Räumen verwendet. Vor allem in der Schimmelbeseitigung sind die chemischen Mittel nicht mehr wegzudenken.

Nutzen Sie Schimmelentferner ohne chemische Stoffe, kann es passieren, dass der Schimmel erneut auftritt. Gleichzeitig gilt es, dass Sie auch die Ursache für den Schimmel finden. Sollte diese nicht geklärt sein, kann es immer passieren, dass der Schimmel wieder kommt.